Ökumenischer „Gottesdienst am Weg“ in Röslau: Flussübergänge als Zeichen des Aufbruchs

| Marktleuthen

RÖSLAU – Zu einer besonderen ökumenischen Andacht kamen am vergangenen Sonntag, den 12. Juli 2026, die evangelischen und katholischen Christen in Röslau zusammen.

Um 17:00 Uhr begann der „Gottesdienst am Weg“, der in diesem Jahr unter dem tiefgründigen Thema „Flussübergänge in der Bibel“ stand.

Geistliche Impulse und musikalische Umrahmung

Die geistlichen Impulse gestalteten Pfarrer Mahler, Pfarrer Gromadzki und Pater Innocent gemeinsam.

Sie verdeutlichten den Zuhörern, dass Flussübergänge in der Heiligen Schrift fast immer tiefgreifende Lebensveränderungen, existentielle Krisen, spirituelle Durchbrüche oder entscheidende Wendepunkte symbolisieren.

Nach antiker Vorstellung trennte das Überschreiten einer Furt oder eines reißenden Stroms das Alte vom Neuen, die Gefahr von der Rettung oder die Wüste vom Verheißenen Land.

Musikalisch feierlich umrahmt wurde die Andacht vom evangelischen Kirchenchor unter der bewährten Leitung von Herrn Glaßer.

Neuanfänge und göttliches Eingreifen

Im Zentrum der Betrachtungen standen drei markante Überquerungen aus dem Alten Testament, die tiefe Krisen, aber auch Neuanfänge und göttliches Eingreifen markieren:

Die Teilung des Schilfmeers (Exodus): Als kraftvolles Zeichen der Befreiung.

Der trockene Durchzug durch den Jordan (Josua): Als Einzug in das Gelobte Land.

Jakobs Kampf am Jabbok: Der einen ganz persönlichen, biografischen Wendepunkt darstellt.

Zudem schlugen die Geistlichen die Brücke zum Neuen Testament und sprachen Jesu Taufe im Jordan an, die ebenfalls für einen radikalen Neuanfang steht.

Segen und gemütlicher Ausklang

Die Andacht endete mit dem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen, den die Geistlichen den anwesenden Gläubigen erteilten.

Im Anschluss bei einem gemütlichen Beisammensein konnten sich die Pfarrangehörigen austauschen und mit köstlichen Gulasch- und Schaschliksuppen stärken, was diesen gelungenen ökumenischen Tag wunderbar abrundete.