Ökumenische Neujahrsandacht in Röslau

| Marktleuthen

Das Jahr 2026 begann in Röslau mit einem starken Zeichen der Ökumene.

Am 1. Januar gestalteten Pfarrer Jörg Mahler von der evangelischen Kirchengemeinde und Pfarrer Andrzej Gromadzki von der katholischen Pfarrei eine gemeinsame Neujahrsandacht, um das neue Jahr im Gebet mit ihren Gemeinden zu begrüßen.

Auch der Gemeindegesang mit dem Kirchenchor brachte die Thematik des Gottesdienstes auf den Punkt:

Neujahr mit der Sehnsucht nach Gott.

 

In seiner Predigt zu Matthäus 3,1-12 greift Pfarrer Gromadzki die Rolle von Johannes dem Täufer als "Wegbereiter" auf und überträgt diese auf die heutige Zeit.

Hier sind die zentralen Punkte dieser Auslegung:

So wie Johannes in der Wüste zur Umkehr aufrief, um den Weg für Jesus zu ebnen, gibt es laut Gromadzki auch heute Menschen, die durch ihr Handeln und Zeugnis auf Gott hinweisen [Mt 3,1-3].

Frère Roger (Roger Schutz) war in den 1970er Jahren eine der prägendsten spirituellen Gestalten Europas und wirkte als ökumenischer Pionier weit über die Grenzen der Kirchen hinaus.

Warum Frère Roger als "Prophet" der 1970er Jahre galt:

Er gründete die Communauté de Taizé, die in den 70ern zum Symbol für die Überwindung der Kirchenspaltung wurde.

Sein Ziel war nicht eine formale Fusion der Institutionen, sondern ein "gemeinsames Voranschreiten" von Protestanten und Katholiken im Geist des Vertrauens.

Die Gemeinschaft von Taizé zählt heute um die 100 Brüder verschiedener Konfession aus mehr als 25 Nationen.

Noch immer finanzieren sie sich allein durch ihre Arbeit, nehmen keine Spenden für ihren Unterhalt an und bilden keine Rücklagen.

Zehntausende Jugendliche reisen jährlich nach Taizé und zu den regelmäßigen Jugendtreffen in verschiedenen europäischen Städten.

Frère Roger war den jungen Gästen stets mit großer Zuneigung begegnet.